Debian Linux Homeserver in Verbindung mit Freetz (OpenVPN)
1. Januar 2011 | Von Florian | Kategorie: Hot Topics
Bei meinen Eltern im Keller läuft nun schon seit einiger Zeit ein Debian Linux Server für diverse Aufgaben (Dateiserver, Backup, etc.). Früher hatte ich Microsoft Windows Server 2003 im Einsatz, da es dies an meiner Universität für Studenten kostenlos gab. Das war natürlich wesentlich einfacher zu administrieren, allerdings bin ich mittlerweile eher ein Linux-Fan. Dabei ganz besonders von der Debian Linux Distribution. Die Paketverwaltung macht es Anfängern wirklich einfach ein System aufzusetzen bzw. zu verwalten. Weiterhin ist mir bezüglich der Administration auch Webmin sehr ans Herz gewachsen. Mit diesem Tool können viele Einstellungen sehr einfach verwaltet werden (Web-GUI).
Die Serverhardware besteht aus einem VIA EPIA Board, auf dem sich ein festgelöteter x86 kompatibler Prozessor mit 500 MHz. Dieser kommt ohne Lüfter aus und ist dadurch auch sehr stromsparend.
Um eine VPN Verbindung in das Netzwerk meiner Eltern herstellen zu können, verwende ich OpenVPN. Die Installation auf dem Linux Server konnte ich mittels Webmin sehr einfach einrichten und die benötigten Zertifikate erzeugen.
In meinem Netzwerk verwende ich Freetz auf meiner FritzBox 7270 (modifizierte Firmwareversion). In diese modifizierte Version ist ebenfalls OpenVPN einkompiliert. Diese Instanz dient als Client für den OpenVPN Server bei meinen Eltern. Damit die Verbindung hergestellt werden konnte, musste der entsprechende OpenVPN Port von den Routern geforwarded werden. Bei der Fritzbox an den internen Controller.
Damit alle Rechner in den anderen Netzwerken ansprechbar sind, musste ich noch entsprechende Routen in den Routern konfigurieren. Im Netzwerk meiner Eltern steht ebenfalls eine FitzBox, jedoch ein älteres Modell. Dennoch konnte dort eingetragen werden, dass alle Pakete die an mein Netzwerk gerichtet sind, an den OpenVPN Server geschickt werden sollen. Dieser wiederum schickt die Paket durch den VPN Tunnel an meine FritzBox bzw. mein LAN.
Mit dieser Konfiguration sichere ich z.B. regelmäßig und völlig automatisch meine wichtigen Dateien auf den Linux Server. Dafür verwende ich Cobian Backup, welches Freeware ist und für meine Zwecke völlig ausreicht. Das Backup kann bei Bedarf komprimiert und noch verschlüsselt werden.
Damit fühle ich mich gleich viel sicherer und kann auch sicher sein, dass die meine Dateien nicht in einem unsicheren Drittland liegen J!
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